Gaswertkette

Exploration & Production

Im E&P-Segment der Gaswirtschaftswertkette sind wir speziell auf die Evaluierung von relevanten Kosten- & Ertragstreibern – beziehungsweise den damit einhergehenden Risiken – spezialisiert. Typische Projekte sind nicht nur auf direkte Projektertrags- & Risikoevaluierungen bezogen, es handelt sich um tatsächliche Gesamtrisikobetrachtungen inklusive politischer & ökonomischer Risiken.

Gashandel

Ähnlich wie im Bereich des Stromhandels übernehmen wir sowohl strategische als auch operative Projekte in diesem Bereich. Strategische Projekte betreffen Risiko & Ertragsanalyse, opportunistische Handels- & speziell Spark Spread Optimierung für integrierte Versorger.

Wie in der Stromwirtschaft kooperieren wir im operativen Bereich mit einigen Softwareunternehmen, sowohl ETRM-Unternehmen als auch Electronic Confirmation Matching (ECM)-Unternehmen. Typische Projekte betreffen Arbeitsablaufanalysen in Energiehandelsräumen. Darauf aufbauend können detaillierte Konzepte für organisatorische Optimierung als auch Ablauf-Automatisierung erstellt werden. Abhängig vom spezifischen Fokus & Handelsvolumen des betreffenden Unternehmens können Vorschläge auch operativ umgesetzt werden.

Gastransport & -speicherung

Dieser Bereich der Gaswertschöpfungskette ist immer wieder internationales Topthema und hat daher auch eine bedeutende politische Komponente. Auch unsere Arbeit in diesem Bereich ist vom politischen Hintergrund entscheidend geprägt. Aber auch unter ‘regulären’ Arbeitsbedingungen erzeugen die internationalen Gaspipelines anhaltende Debatten & Herausforderungen – sowohl für Betreiber als auch für Regulierungsbehörden. Wir sind in diesem Zusammenhang z.B. in Projekte eingebunden, bei denen als Ergebnis ein akzeptabler Leitungszugang für beide Parteien erarbeitet wird. Unabhängig davon recherchieren & beraten wir bei der Erschliessung neuer Transportrouten (und damit oft auch neuer Märkte) für Gasexporteure.

Distribution

Wirtschaftlich erfolgreiche Ausweitung & Management von Gasniederdrucknetzen gestaltet sich immer schwieriger für regulierte Gasversorgungsunternehmen. Die Herausforderung liegt in der grundlegenden Umkehr der ursprünglichen Geschäftsgrundlage; ursprünglich wurden Pipelines und Energiekosten gemeinsam betrachtet, abgedeckt und damit Vollkostendeckung erreicht. Die Trennung dieser Kostenstellen – wie in den meisten liberalisierten Märkten obligatorisch – erfordert eingehendere Kalkulation jeglicher Netzausweitung oder Erhöhung der Netzdichte.

Die Wirtschaftlichkeit der Gasverteilung ist insofern unterschiedlich von der Stromverteilung, als Stromleitungen noch immer – zumindest zu einem gewissen Grad – unverzichtbar für Betriebe und Privatkunden sind. Im Gegensatz dazu wird Gasversorgung nur im Falle eines passenden Preisgefüges im Vergleich zu Konkurrenzprodukten (zb. Fernwärme, Öl, Biomasse) nachgefragt.

Gasdirektvertrieb

Wegen komplexer Lieferbedingungen erwerben Marktneueinsteiger im Normalfall (Anteile an) bestehende(n) Gasversorger(n). Aber auch bestehende Gasversorger müssen ihre potentiellen Neukunden sorgfältig auswählen. Unterschiedlich zum Strommarkt stehen relevante Volumina nur bei einigen wenigen Lieferanten zur Verfügung. Diese Produzenten stehen der Schwierigkeit von hohen Vorauskosten gegenüber, die E&P-Kosten neuer Gasfelder abdecken. Diese Produzenten benötigen daher Investitionssicherheit, dies geschieht im Normalfall durch im voraus abgeschlossene, langfristige Abnahmeverträge.

Die EU-Kommission sieht diese Langfristverträge jedoch als teilweise fragwürdige Praxis zur Sicherung des Produktionsvolumens. Diese unterschiedlichen Positionen führen zu einem massiven Zielkonflikt der erwähnten Parteien.